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Tourentipps

Bernina Alpen – Auf klassischem Weg zum

Beste Zeit März - Mai
Schwierigkeitsgrad schwer
Orientierung mittel
Dauer Aufstieg 5 Std.
Höhe Aufstieg 2.000 m
Exposition Nord
Beschaffenheit Berge/Hügel
Snowboard geeignet eher nein
Autor Schall Verlag

Skitouren-Beschreibung

Aufstieg:

a) Von der Bovalhütte 1450 Hm / 5 Std. Von der Chamanna da Boval zum Morteratschgletscher hinunter, den man bis zur Gletscherpiste quert und dieser dann zum Vadret Pers folgt. Über den teilweise sehr flachen Persgletscher erst in Richtung Ost, dann nach Süd einschwenkend aufsteigen. Unterhalb der Bergstation „Diavolezza“ stößt man auf die Spuren der Seilbahnbenützer. Weiter über den nur durch ein kurzes Steilstück unterbrochenen sanften Gletscher zu den Eisbrüchen. Zum Glück für manche unerfahrene Palü-Besteiger haben Schweizer Bergführer fast immer eine gute Spur durch die Brüche gelegt. Nach der Überwindung der Brüche zuerst mäßig steil, dann steil zum Fuß der Ostflanke des Piz Palü.Hier wird meist das Schidepot errichtet. Je nach Verhältnissen in einer Stapfspur oder mit Steigeisen über den steilen Rücken zum Ostgipfel (3882 m), mit dem sich viele Besteiger im Winter zufrieden geben. Bei günstigen Verhältnissen sollte man jedoch unbedingt über den herrlichen Wächtengrat zum Hauptgipfel (3901 m) weitersteigen.

b) Von der Bergstation „Diavolezza“ 1150 Hm / 4 Std. Abfahrt auf der oft unangenehm harten Gletscherpiste oder schräg nach Süd einquerend zum Persgletscher. In etwa 2800 m Höhe stößt man auf die Anstiegsspur von der Bovalhütte und folgt ihr wie bei a) zum Gipfel.

Abfahrt:

Bis Morteratsch 1850 Hm. Wie Aufstieg. Ist man sehr spät im Jahr unterwegs und die Abfahrt nach Morteratsch im unteren Teil bereits aper, ist folgende Variante von Vorteil: Auf dem Vadret Pers bis in eine Höhe von 2800 m abfahren, dann rechts halten und zur Bergstation „Diavolezza“ (2973 m) aufsteigen. Selbst wenn die Seilbahn nicht mehr in Betrieb ist, ist die Abfahrt zur Talstation länger befahrbar. Sie ist steiler, schattseitig, und durch die Pistenpräparierung „länger haltbar“.

Charakteristik:

Der Piz Paü gilt als einer der schönsten Gletscherberge der Alpen. Er ist ein Symbol für „Berg“ schlechthin, vergleichbar mit dem Matterhorn oder den Drei Zinnen. Entsprechend häufig wird er besucht. Die Abfahrt ist mitunter zu einer Art Piste eingefahren. Dennoch sollte der Gipfel nicht unterschätzt werden. Erhebliche Spaltengefahr. Entsprechende Ausrüstung und Erfahrung erforderlich. Ab Schidepot oft vereist und heikel. Steigeisen und Seilsicherung obligatorisch. Der Palü wird von der Bergstation „Diavolezza“ häufig als Tagestour unternommen.

Beste Befahrungszeit:

Zumeist ab März bis Mai, nach schneereichen Wintern noch im Juni empfehlenswert.

Ausgangspunkt:

Haltestelle Morteratsch der Rhätischen Bahn (1896 m). Große Parkplätze. 4 km von Pontresina. Oder: Als Tagestour von der Bergstation „Diavolezza“ (Betriebsbeginn 8.15 Uhr). Nächtigung ermöglicht früheren Start und damit weniger „Konkurrenz“ auf dem Gipfel.

Stützpunkte:

a) Chamanna da Boval, 2495 m. Sektion Bernina SAC. Bewirtschaftet Mitte März bis Mitte Mai. 106 Schlafplätze. Winterraum stets offen. Anschrift: CH-7504 Pontresina, Tel. 081/8426403.. 2 Std. von Morteratsch. Aufstieg über den Morteratschgletscher und in einem Bogen von Süd her zur Hütte, spät im Jahr oft bereits auf dem Sommerweg, der über die deutlich ausgeprägte Moräne führt. Oder: Abfahrt von der Bergstation „Diavolezza“ auf der „Gletscherpiste“ und zur Hütte.

b) Nächtigung im Berggasthaus „Diavolezza“, mit Luftseilbahn erreichbar. Anschrift: CH-7504 Pontresina, Tel. 081/8426205, Fax 8426158.

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