OPEN 8:00 - 24:00

Tourentipps

Über den Spallagrat

Beste Zeit März - April
Schwierigkeitsgrad schwer
Orientierung mittel
Dauer Aufstieg 6 Std.
Höhe Aufstieg 1.600 m
Exposition Südost
Beschaffenheit Berge/Hügel
Snowboard geeignet mäßig
Autor Schall Verlag

Skitouren-Beschreibung

Aufstieg:

Von der Hütte zum Morteratschgletscher einqueren und mit geringem Höhengewinn zu den felsigen Ausläufern von Fortezza, die den Gletscher im Osten begrenzen. In respektvollem Abstand von den Felsen steil durch spaltenreiches Gelände in eine Hangverflachung und gleich darauf wieder steil zwischen einem Felssporn (3087 m) und dem Grat aufsteigen. Geradeaus ginge es jetzt in das „Loch“ (Foura). Daher oberhalb des Sporns nach rechts zum und steil durch den Buuch hinauf. Oberhalb von Pkt. 3235 Richtung Südwest ansteigend queren. Man erreicht eine sanfte Südmulde, durch die man aufsteigt, dann aber nach rechts Richtung Fuorcla Crast´Agüzza (3597 m) abbiegt. Noch vor der Scharte beginnt man, über die Südostflanke, später über den Südostgrat (Spallagrat) zu einem Vorgipfel (4020 m) aufzusteigen. Soweit wie möglich mit Schi, dann Schidepot, und zu Fuß die letzten Meter zum Vorgipfel und über die Gratverbindung etwas ausgesetzt zum Piz Bernina.

Abfahrt:

Wie Aufstieg.
Bis Morteratsch 2100 Hm.

Charakteristik:

Der Piz Bernina ist der höchste Gipfel der Ostalpen. Nur ausgezeichnete Schibergsteiger mit guter Kondition dürfen sich den Piz Bernina zutrauen. Die größte Schwierigkeit liegt im besonders stark zerklüfteten mittleren Teil des Morteratschgletschers. Eisschlaggefahr, gefährliche Spalten. Eisausrüstung und entsprechende Erfahrung erforderlich. Der westliche Durchschlupf, das „Labyrinth“ ist derart zerrissen, dass es für den Aufstieg ausscheidet. Der südöstliche Durchschlupf, „Foura“ (= Loch) ist gleichfalls arg zerklüftet und zudem ein Umweg. Am günstigsten ist zumeist der mittlere Durchschlupf, der „Buuch“. Ist auch dieser Anstieg zu gefährlich, bietet der Aufstieg über den Fortezzagrat (länger, aber viel weniger spaltengefährdet) die sicherste Möglichkeit. Zum Fortezzagrat kommt man allerdings schneller als von der Chamanna da Boval nach einer Nächtigung im Berghaus „Diavolezza“ (Tel. 081/8426205). Der Spallagrat ist im oberen Teil zwar steil, aber unschwierig. Das gilt auch für den (etwas ausgesetzten) Übergang zum Piz Bernina. Nahe an der Aufstiegsroute liegt das Rifugio Marco e Rosa (3597 m). Bei unsicherem Wetter muß von einer Nächtigung in dieser (erst ab Juli bewirtschafteten) Hütte dringend abgeraten werden! Sie hat sich schon in vielen Fällen als heimtückische „Falle“ erwiesen.

Ausgansgpunkt:

Haltestelle Morteratsch der Rhätischen Bahn (1896 m). Große Parkplätze. 4 km von Pontresina. Achtung: Das Schivergnügen wird daduch getrübt, daß zumindest in den heiklen Teilen angeseilt abgefahren werden muss.

Anfahrt:

Nach St. Moritz, dem Hauptort des Oberengadins, von Chur mit dem Kfz, der Rhätischen Bahn (Linie 940) oder dem PTT-Bus (Linie 900.85, im Winter stark eingeschränkter Verkehr). Von hier 6 km nach Pontresina. Talort: Pontresina, 1805 m. 6 km von St. Moritz, dem Hauptort des Oberengadins. Haltestelle der Rhätischen Bahn (Bahnhof allerdings auf der gegenüberliegenden Talseite, hier auch große gebührenpflichtige Parkplätze).

Auskünfte:

Verkehrsverein
CH-7504 Pontresina,
Tel. 081/8426488,
Fax 8427996.

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